Der erste Stresstest 2026: Was der Verfall von 2,2 Milliarden Bitcoin und Ethereum Optionen für die Kurse bedeutet

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Der Start ins neue Jahr markierte sogleich den ersten großen Stresstest für den Kryptomarkt: Am 2. Januar 2026 liefen Optionen im Wert von über 2,2 Milliarden Bitcoin und Ethereum Optionen aus. Solche massiven Abrechnungsereignisse gelten als kritische Termine im Derivatekalender, da sie traditionell zu erhöhter Volatilität führen können. Doch wie hat sich der Markt geschlagen, und welche Signale sendete dieser gigantische Verfall?

Die nackten Zahlen: BTC dominiert das Geschehen

Das Volumen der abgelaufenen Kontrakte war immens und konzentrierte sich hauptsächlich auf die führende Derivate-Plattform Deribit. Der Gesamtwert von über 2,2 Milliarden US-Dollar spaltete sich wie folgt auf:

  • Bitcoin (BTC): Optionen im Wert von rund 1,87 Milliarden US-Dollar.
  • Ethereum (ETH): Optionen im Wert von etwa 395,7 Millionen US-Dollar.

Der deutliche Überhang an BTC-Derivaten unterstreicht weiterhin die Rolle von Bitcoin als primärer Absicherungs- und Spekulationswert im Krypto-Ökosystem. Diese Zahlen zeigen eindrücklich, welche Summen bei der Verrechnung von 2,2 Milliarden Bitcoin und Ethereum Optionen auf dem Spiel standen.

Die Psychologie des Max Pain Levels

Ein zentraler Indikator für Händler bei einem Optionsverfall ist das sogenannte „Max Pain Level“. Dieser Preispunkt minimiert den Gewinn für die Optionskäufer (Halter der Kontrakte) und maximiert den Gewinn für die Optionsverkäufer (Stillhalter). Im Vorfeld der Abrechnung am 2. Januar lagen die kritischen Schmerzgrenzen bei:

  • Bitcoin Max Pain: 88.000 US-Dollar
  • Ethereum Max Pain: 2.950 US-Dollar

Interessanterweise notierten sowohl BTC als auch ETH zum Verfallszeitpunkt leicht über diesen Schmerzgrenzen. Das bedeutet, dass die Marktteilnehmer, die auf steigende Kurse spekulierten (Calls), trotz der immensen Gewinnerwartung der Stillhalter, nicht vollständig in die Falle gelockt wurden – ein Zeichen relativer Stärke des Spotmarktes gegenüber den Derivateverkäufern.

Marktstimmung: Die Bullen sind vorsichtig optimistisch

Das Put-Call-Verhältnis dient als wichtiges Barometer für die vorherrschende Marktstimmung. Ein Wert unter 1.0 deutet auf eine tendenziell bullische Haltung hin (mehr Calls als Puts):

| Asset | Put-Call-Ratio | Interpretation |
| :— | :— | :— |
| Bitcoin (BTC) | 0,48 | Stark bullische Neigung (Händler setzten deutlich auf Kursanstiege) |
| Ethereum (ETH) | 0,62 | Vorsichtiger Optimismus |

Die klare Dominanz der Call-Optionen bei Bitcoin deutete darauf hin, dass die Marktteilnehmer zu Beginn des Jahres 2026 eine Aufwärtsdynamik erwarteten. Diese bullische Positionierung im Derivatebereich ist besonders bemerkenswert, da der Verfall von 2,2 Milliarden Bitcoin und Ethereum Optionen oft zur kurzfristigen Gewinnmitnahme genutzt wird.

FAQ: Optionsverfall und seine Bedeutung

1. Was genau ist ein Optionsverfall?

Ein Optionsverfall ist der Zeitpunkt, an dem die Optionskontrakte ihre Gültigkeit verlieren. Händler müssen bis dahin entscheiden, ob sie ihre Optionen ausüben, glattstellen oder wertlos verfallen lassen. Dies führt oft zu Handelsaktivität, die Kursbewegungen auslösen kann.

2. Was ist das ‚Max Pain Level‘?

Das Max Pain Level ist der Preis, bei dem der größte finanzielle Verlust für die Käufer aller ausstehenden Optionen entsteht. Es ist ein theoretischer Ankerpunkt, zu dem der Preis tendenziell vor dem Verfall gravitieren soll, um den Optionsverkäufern maximale Gewinne zu sichern.

3. Welche Rolle spielte Deribit bei diesem Ereignis?

Deribit ist eine der größten und liquidesten Plattformen für den Handel mit Krypto-Optionen. Ein Großteil der 2,2 Milliarden Bitcoin und Ethereum Optionen, die am 2. Januar 2026 abliefen, war auf dieser Plattform notiert.

4. Was sagt das Put-Call-Verhältnis aus?

Das Put-Call-Verhältnis ist das Verhältnis der Anzahl der verkauften Put-Optionen (Wetten auf fallende Kurse) zur Anzahl der verkauften Call-Optionen (Wetten auf steigende Kurse). Ein niedriges Verhältnis (unter 1.0) deutet auf eine optimistische Marktstimmung hin.

5. Führen solche Optionsverfälle immer zu starker Volatilität?

Nicht zwangsläufig. Obwohl große Optionsverfälle das Potenzial für kurzfristige Volatilität bergen, werden große Positionen oft bereits im Vorfeld glattgestellt. Wenn die Marktstimmung klar ist (wie das bullische Put-Call-Verhältnis bei BTC), kann der Markt den Verfall auch relativ ruhig verarbeiten.

Fazit: Ein vorsichtig optimistischer Jahresauftakt

Der Optionsverfall von 2,2 Milliarden Bitcoin und Ethereum Optionen war ein wichtiger Gradmesser für die Stimmung der institutionellen und professionellen Händler zu Beginn des Jahres 2026. Entgegen der Sorge vor panikartigen Abverkäufen oder massiver Volatilität zeigten die Kennzahlen – insbesondere das niedrige Put-Call-Verhältnis – einen vorsichtigen Optimismus. Obwohl der BTC-Kurs das Max Pain Level von 88.000 US-Dollar nicht unterschreiten ließ, verdeutlichte das Event erneut die wachsende Reife des Krypto-Derivatemarktes. Das größte Risiko war an diesem Tag nicht die Volatilität, sondern die Bestätigung, dass die Bullen zum Jahresbeginn 2026 fest im Sattel sitzen.

Quellen: beincrypto.com, jrkripto.com, kucoin.com, coin-update.de, cryptotimes.io, cryptopolitan.com,

Focus Keyphrase: 2,2 Milliarden Bitcoin und Ethereum Optionen

Meta Description: Der Kryptomarkt startete 2026 mit dem Verfall von Optionen im Wert von über 2,2 Milliarden USD. Wir analysieren das Max Pain Level, das bullische BTC Put-Call-Ratio und die potenziellen Auswirkungen dieser gigantischen Abrechnung auf Bitcoin und Ethereum.


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