Trumps Krypto-Berater fordert dringenden Krypto-Gesetz Kompromiss: „Perfektion ist der Feind des Guten“
Die Verabschiedung eines umfassenden US-Regulierungsrahmens für digitale Vermögenswerte steht auf der Kippe. Patrick Witt, Exekutivdirektor des President’s Council of Advisors for Digital Assets und einflussreicher Berater von Donald Trump, sendet eine klare Warnung an die Krypto-Branche und den Senat: Der Weg zur Stabilität führt nur über den Krypto-Gesetz Kompromiss. Witt drängt darauf, dass der sogenannte CLARITY Act jetzt verabschiedet werden muss, auch wenn der Entwurf nicht alle Wünsche der Industrie erfüllt.
Die tickende Uhr: Angst vor „Dodd-Frank 2.0“
Witt argumentiert, dass politischer Pragmatismus Vorrang vor ideologischer Reinheit haben muss. Um den CLARITY Act (auch bekannt als Krypto-Marktstruktur-Gesetz) durch den Senat zu bringen, sind 60 Stimmen erforderlich. Diese Hürde ist ohne substanzielle Zugeständnisse kaum zu nehmen.
Der wichtigste Antrieb für diesen dringenden Krypto-Gesetz Kompromiss ist die Angst vor der Alternative: Sollte das Gesetz scheitern und es in der Zwischenzeit zu einer größeren Finanzkrise kommen, warnt Witt, könnten die Demokraten eine wesentlich strafendere Regulierung (vergleichbar mit dem Dodd-Frank Act nach der Krise von 2008) erlassen. Das aktuelle Gesetz, das zumindest Klarheit schafft und die Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC abgrenzt, sei einer solchen zukünftigen, restriktiven Version weit vorzuziehen.
Der Konflikt mit der Industrie: Coinbase zieht Unterstützung zurück
Die Forderung nach Kompromissen kommt nicht von ungefähr, sondern ist eine direkte Reaktion auf den wachsenden Widerstand aus der Krypto-Branche selbst. Die größte US-Kryptobörse Coinbase zog kürzlich ihre Unterstützung für den Entwurf zurück.
Die Kritik der Industrie entzündet sich primär an Bestimmungen, die als zu restriktiv empfunden werden. Dazu gehören Regelungen zu:
- Tokenisierte Aktien: Einschränkungen bei der Ausgabe und dem Handel.
- Stablecoin-Erträge: Ungeklärte Fragen bezüglich der Ertragsgenerierung (Yield).
- DeFi-Privatsphäre: Befürchtungen über zu starke Eingriffe in dezentrale Finanzen.
„Kein Gesetz ist besser als ein schlechtes Gesetz“ – Eine kritische Analyse
Witt zitierte die Äußerung des Coinbase-CEOs Brian Armstrong, der argumentiert hatte: „Kein Gesetz ist besser als ein schlechtes Gesetz.“ Witt konterte, dass die Branche es sich nur dank einer pro-Krypto-Regierung leisten könne, solche Forderungen zu stellen. Diese Haltung drohe, den politischen Fortschritt zu untergraben.
Ein weiterer Trump-Berater, David Sacks, unterstrich diese Notwendigkeit ebenfalls und forderte einen schnellen Kompromiss, insbesondere in der strittigen Frage der Stablecoin-Erträge, um die Banken und die Krypto-Industrie an einen Tisch zu bringen.
Das Ziel des CLARITY Acts: Zuständigkeiten klären
Trotz aller politischen Querelen und Branchenbedenken bleibt das zentrale Ziel des CLARITY Acts bestehen: Er soll endlich einen klaren Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte definieren und das jahrelange Tauziehen zwischen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) beenden. Ein Scheitern dieses Gesetzes würde die regulatorische Unsicherheit, die den US-Markt seit Jahren lähmt, nur verlängern.
FAQ zum Krypto-Gesetz Kompromiss
F: Was genau ist der CLARITY Act?
A: Der CLARITY Act ist ein geplantes Krypto-Marktstruktur-Gesetz in den USA, das einen umfassenden Regulierungsrahmen für digitale Assets schaffen und die Zuständigkeiten zwischen der SEC und der CFTC klar voneinander abgrenzen soll.
F: Warum fordert Patrick Witt einen Krypto-Gesetz Kompromiss?
A: Witt hält Kompromisse für notwendig, um die erforderliche Mehrheit von 60 Stimmen im Senat zu erreichen und das Gesetz zu verabschieden. Er befürchtet, dass ein Scheitern zu wesentlich härteren Regulierungen führen könnte, falls die Demokraten nach einer Finanzkrise die Kontrolle gewinnen.
F: Aus welchen Gründen zog Coinbase die Unterstützung für den Entwurf zurück?
A: Coinbase befürchtete, dass bestimmte Bestimmungen des Gesetzes zu restriktiv in Bezug auf tokenisierte Aktien, Stablecoin-Erträge und die Privatsphäre im dezentralen Finanzwesen (DeFi) seien.
F: Was versteht man unter dem Risiko des „Dodd-Frank 2.0“?
A: Dies ist Witts Metapher für potenziell strafendere Gesetze, ähnlich dem Dodd-Frank Act von 2010, die von Demokraten als Reaktion auf eine zukünftige Finanzkrise erlassen werden könnten, falls die Krypto-Regulierung bis dahin ungeregelt bleibt.
F: Welche Rolle spielen die Zuständigkeiten von SEC und CFTC im CLARITY Act?
A: Das Gesetz soll klar festlegen, welche digitalen Vermögenswerte als Wertpapiere (SEC) und welche als Rohstoffe (CFTC) eingestuft werden, um die aktuelle regulatorische Grauzone zu beenden.
Fazit: Zwischen Pragmatismus und Perfektionismus
Die Debatte um den Krypto-Gesetz Kompromiss verdeutlicht die Kluft zwischen politischer Realität und den ambitionierten Wünschen einer aufstrebenden Branche. Während die Industrie nach einem makellosen Gesetz strebt, das Innovation maximal fördert, sehen politische Akteure wie Patrick Witt die Notwendigkeit, schnell einen stabilen und akzeptablen Rahmen zu schaffen. Die Wahl steht nicht zwischen einem perfekten und einem schlechten Gesetz, sondern zwischen einem Kompromiss jetzt und der Gefahr einer regulatorischen Vergeltung in der Zukunft. Witts Warnung, „Perfektion ist der Feind des Guten“, ist somit ein Aufruf an die Krypto-Branche, das langfristige Ziel der Rechtssicherheit über kurzfristige Detailwünsche zu stellen.
Quellen: cryptoadventure.com, cryptonews.net, ainvest.com, bloomingbit.io, theblock.co, tradingview.com, kucoin.com, coingape.com, cryptobriefing.com,
Focus Keyphrase: Krypto-Gesetz Kompromiss
Meta Description: Trumps Top-Berater Patrick Witt fordert dringend einen Krypto-Gesetz Kompromiss im Senat, um härtere Regulierungen durch die Demokraten zu verhindern. Wir analysieren den Konflikt mit der Industrie.


