Tokenisierung der Bankgeschäfte: BNY Mellon führt tokenisierte Einlagen für Großinvestoren ein

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Die größte Verwahrstelle der Welt, BNY Mellon, verwaltet Vermögenswerte in Billionenhöhe. Mit der jüngsten Ankündigung reagiert das Finanzinstitut auf den fortschreitenden Wandel im globalen Zahlungsverkehr: BNY Mellon hat den Start eines neuen Dienstes bekannt gegeben: BNY Mellon tokenisierte Einlagen für institutionelle Kunden.

Dieser Schritt ist mehr als nur ein technologisches Upgrade; er markiert die Migration traditioneller Bankdienstleistungen auf Blockchain-Schienen, wodurch Transaktionen schneller, effizienter und potenziell rund um die Uhr möglich werden.

Was sind tokenisierte Einlagen und wie funktionieren sie?

Der Service zielt darauf ab, die Liquidität institutioneller Kunden zu optimieren. Er erstellt eine digitale Darstellung der traditionellen Einlagensalden der Kunden auf einer privaten, genehmigungspflichtigen Blockchain. Wichtig dabei: Das tatsächliche Guthaben bleibt weiterhin sicher und reguliert im System von BNY Mellon. Die On-Chain-Buchungen spiegeln lediglich den Wert wider, der dann nahezu in Echtzeit über die Blockchain bewegt werden kann.

Der ursprüngliche Fokus liegt auf komplexen Finanzgeschäften, namentlich der Abwicklung von Sicherheiten- (Collateral) und Margin-Geschäften zwischen Institutionen. Die Möglichkeit, große Geldbeträge auf diese Weise nahezu sofort zu verrechnen, beseitigt die klassischen Reibungsverluste des alten Systems.

24/7-Markt: Das Ende der Bankfeiertage

Das Kernversprechen der BNY Mellon tokenisierte Einlagen ist die Unterstützung eines „Always-on“-Marktmodells. Während herkömmliche Zahlungssysteme an Geschäftszeiten und Feiertage gebunden sind, kann das Tokenisierungsmodell theoretisch 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche arbeiten. Dies verbessert nicht nur die Liquidität, sondern ebnet auch den Weg für komplexere, programmierbare Zahlungen.

Zukünftig könnten Überweisungen automatisch ausgeführt werden, sobald vordefinierte Bedingungen (Smart Contracts) erfüllt sind. Dies ist ein entscheidender Schritt in Richtung einer automatisierten, digitalen Finanzinfrastruktur.

Der entscheidende Unterschied zu Stablecoins

Obwohl der Begriff „Token“ fällt, unterscheiden sich BNY Mellon tokenisierte Einlagen fundamental von Stablecoins wie USDC oder Tether:

  1. Regulierung und Haftung: Tokenisierte Einlagen stellen direkte, zinstragende Verbindlichkeiten der ausstellenden Bank (BNY Mellon) dar und operieren vollständig innerhalb des regulierten Bankensystems.
  2. Verwendungszweck: Sie sind primär für den Transfer zwischen bekannten, institutionellen Akteuren auf einer privaten Blockchain konzipiert.

Stablecoins hingegen werden oft durch Reserven außerhalb des Banksystems gedeckt und zirkulieren zwischen teils anonymen Parteien im öffentlichen Krypto-Ökosystem. BNY Mellon positioniert seine Lösung somit als eine sichere, regulierungskonforme Brücke zwischen traditioneller Bankwelt und Blockchain-Effizienz.

Zu den ersten Nutzern und interessierten Parteien des neuen Dienstes gehören Schwergewichte wie die Intercontinental Exchange (ICE), Citadel Securities und DRW Holdings.


FAQ – Häufig gestellte Fragen zu BNY Mellon tokenisierte Einlagen

1. Was ist das Hauptziel des tokenisierten Einlagenservices?
Das Hauptziel ist die Ermöglichung von Near-Echtzeit-Transaktionen für institutionelle Kunden über Blockchain-Schienen, insbesondere zur Abwicklung von Sicherheiten- und Margin-Geschäften, um die Liquidität zu erhöhen und einen 24/7-Marktbetrieb zu unterstützen.

2. Für wen ist dieser Service gedacht?
Der Service richtet sich ausschließlich an institutionelle Anleger und Großkunden von BNY Mellon, nicht an private Endverbraucher.

3. Auf welcher Art von Blockchain laufen die Transaktionen ab?
Die Transaktionen laufen auf einer privaten, genehmigungspflichtigen (permissioned) Blockchain ab, um die Einhaltung regulatorischer Anforderungen und die Sicherheit zu gewährleisten.

4. Was unterscheidet tokenisierte Einlagen von Stablecoins?
Tokenisierte Einlagen sind direkte, regulierte und zinstragende Verbindlichkeiten der Bank selbst. Stablecoins sind in der Regel durch Reserven außerhalb des Bankensystems gedeckt.

5. Bleibt das Geld der Kunden weiterhin sicher im Banksystem?
Ja. Die Token sind lediglich eine digitale Repräsentation des Guthabens. Das tatsächliche Geld der Kunden verbleibt sicher im regulierten traditionellen Bankensystem von BNY Mellon.


Fazit

Die Einführung des Service der BNY Mellon tokenisierte Einlagen unterstreicht den unaufhaltsamen Trend zur Digitalisierung der Kernfinanzmärkte. Als weltweit größte Verwahrstelle setzt BNY Mellon ein starkes Zeichen, dass die Tokenisierung traditioneller Vermögenswerte nicht nur ein theoretisches Konzept ist, sondern aktiv von den globalen Finanzschwergewichten implementiert wird. Dies erhöht nicht nur die Effizienz für Großinvestoren, sondern schließt BNY Mellon auch dem Kreis jener Großbanken (wie JPMorgan und HSBC) an, die aktiv an der Neugestaltung der globalen Finanzinfrastruktur arbeiten. Der Weg zu einem ‚Always-on‘ und programmierbaren Finanzmarkt ist damit weiter geebnet.

Quellen: cryptobriefing.com, cryptonomist.ch, tradingview.com, yellow.com, tradingview.com, bitget.com, ledgerinsights.com, tradersunion.com,

Focus Keyphrase: BNY Mellon tokenisierte Einlagen

Meta Description: Die größte Verwahrstelle der Welt, BNY Mellon, revolutioniert den institutionellen Zahlungsverkehr. Erfahren Sie, wie die neuen BNY Mellon tokenisierte Einlagen Überweisungen und Sicherheiten in Echtzeit ermöglichen.


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