Massiver Bitcoin Hashrate Einbruch: Wie der US-Wintersturm „Fern“ die Krypto-Infrastruktur testete

|

Massiver Bitcoin Hashrate Einbruch: Wie der US-Wintersturm „Fern“ die Krypto-Infrastruktur testete

Ein dramatischer Wintersturm, getauft auf den Namen „Fern“, hat die Vereinigten Staaten heimgesucht und nicht nur das Leben von Millionen Amerikanern beeinträchtigt, sondern auch einen signifikanten Bitcoin Hashrate Einbruch verursacht. Der größte Mining-Pool der Welt, FoundryUSA, meldete seit Freitag eine Reduktion seiner Rechenleistung um fast 60 % – ein Verlust von etwa 200 Exahashes pro Sekunde (EH/s). Dieses Ereignis stellt einmal mehr die Abhängigkeit des dezentralen Netzwerks von der zentralisierten Energieinfrastruktur auf die Probe.

Die Wucht von „Fern“: Freiwillige Drosselung statt erzwungenem Ausfall

Die Geschwindigkeit des Hashrate-Rückgangs war beispiellos. Die Mining-Farmen, die FoundryUSA versorgen, agierten jedoch nicht aus Zwang. Die Reduzierung der Rechenleistung war größtenteils eine freiwillige Reaktion auf die kritische Belastung der regionalen Stromnetze, bekannt als Demand Response (Lastverschiebung).

Da in mehreren US-Bundesstaaten, die von der Kältewelle betroffen waren, der Notstand ausgerufen wurde und Restriktionen im Energieverbrauch galten, schalteten die Miner ihre energieintensiven Operationen ab. Dies geschieht im Rahmen von Verträgen, bei denen die Miner eine Vergütung dafür erhalten, dass sie als flexible Lastressource agieren und in Krisenzeiten Strom an die Haushalte zurückgeben. Dies minderte den erwarteten Bitcoin Hashrate Einbruch für das gesamte Netzwerk.

  • Betroffene Leistung: Reduktion um ca. 60 % (200 EH/s) bei FoundryUSA.
  • Folge: Über eine Million US-Haushalte waren von Stromausfällen betroffen.

Verlangsamte Blöcke: Die Konsequenzen für das Netzwerk

Der Verlust einer derart großen Hashrate-Menge hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Blockproduktion im Bitcoin-Netzwerk. Während die Zielzeit für die Generierung eines neuen Blocks bei zehn Minuten liegt, verlängerte sich die durchschnittliche Blockzeit vorübergehend auf rund 12 Minuten.

Die Bitcoin-Software ist darauf ausgelegt, solche Schwankungen durch eine automatische Anpassung der Mining-Schwierigkeit (Difficulty Adjustment) auszugleichen. Dieser Mechanismus sorgt dafür, dass die Blockzeiten langfristig wieder auf den 10-Minuten-Rhythmus zurückkehren. Da die Miner jedoch schnell wieder online gingen, bevor die nächste große Difficulty-Anpassung erfolgte, blieb die Verlangsamung zeitlich begrenzt.

Besser als 2021? Eine kritische Einordnung der Netzstabilität

Ursprüngliche Berichte, die diese Krise als „weitaus schwerwiegender“ als den Wintersturm Uri in Texas im Jahr 2021 bezeichneten, müssen kritisch hinterfragt werden. Die Situation im Jahr 2021 führte zum Beinahe-Zusammenbruch des texanischen Netzes ERCOT und zu langanhaltenden, erzwungenen Ausfällen.

Im Gegensatz dazu zeigt die jüngste Krise, dass die Integration der Bitcoin-Miner in die Demand-Response-Programme Fortschritte gemacht hat. Netzbetreiber wie ERCOT gaben an, dass die Netzbedingungen dieses Mal stabil blieben, gerade weil die Miner proaktiv ihre Leistung drosselten. Der Bitcoin Hashrate Einbruch war somit ein Beweis für die verbesserte Resilienz des Systems, nicht dessen Schwäche.


FAQ: Die Auswirkungen des Wintersturms auf Bitcoin Mining

1. Was war die Hauptursache für den Hashrate-Einbruch?
Die Hauptursache war der Wintersturm „Fern“, der zu einer extremen Belastung der US-Stromnetze führte. Die meisten Mining-Betriebe drosselten ihre Leistung freiwillig im Rahmen von Demand-Response-Programmen, um das Netz zu entlasten.

2. Wie stark war FoundryUSA betroffen?
Der Mining-Pool FoundryUSA, der größte der Welt, musste seine Hashrate um fast 60 % reduzieren, was einem Verlust von etwa 200 Exahashes pro Sekunde (EH/s) entsprach.

3. Wie wirkte sich der Hashrate-Verlust auf die Bitcoin Blockzeiten aus?
Die durchschnittliche Zeit zur Produktion eines neuen Blocks verlängerte sich vorübergehend von den üblichen 10 Minuten auf etwa 12 Minuten, bis die Hashrate wiederhergestellt war.

4. Warum gilt diese Krise als weniger schwerwiegend als die in Texas 2021?
Im Jahr 2021 kam es fast zum Netzzusammenbruch. Dieses Mal agierten die Miner als flexible Last und schalteten sich planmäßig ab, was zur Stabilisierung des Netzes beitrug und die verbesserte Integration der Miner in die Energieinfrastruktur demonstrierte.

5. Welche Rolle spielen Bitcoin-Miner in der Netzstabilität?
Miner können als „Last-Käufer letzter Instanz“ fungieren. Durch Demand-Response-Programme können sie in Zeiten hoher Netzbelastung blitzschnell ihre Leistung reduzieren und so kritische Energiekapazitäten für Haushalte und wichtige Infrastrukturen freigeben.


Fazit

Der Bitcoin Hashrate Einbruch durch den Wintersturm „Fern“ liefert eine paradoxe Erkenntnis: Obwohl die Mining-Leistung massiv sank, zeigte das Ereignis die wachsende Stärke und Professionalisierung der Branche. Die freiwillige Abschaltung war kein Zeichen eines chaotischen Ausfalls, sondern ein geplanter Beitrag zur Netzstabilität. Anstatt das US-Netz zu überlasten, bewiesen die Miner, dass sie ein wertvolles Werkzeug zur Stabilisierung der Energieversorgung in extremen Wettersituationen darstellen können. Das Bitcoin-Netzwerk selbst absorbierte den Schock durch seine inhärente Resilienz (Difficulty Adjustment) und setzte seinen Betrieb kontinuierlich fort.

Quellen: Current time information in Runnels County, US., theguardian.com, theguardian.com, naturalgasintel.com, economictimes.com, Weather information for Runnels County, US, theguardian.com, theguardian.com,

Focus Keyphrase: Bitcoin Hashrate Einbruch US-Sturm

Meta Description: Der Wintersturm „Fern“ in den USA verursachte einen dramatischen Bitcoin Hashrate Einbruch von fast 60 % bei FoundryUSA. Erfahren Sie, warum diese freiwillige Drosselung ein Zeichen für verbesserte Netzintegration ist und wie lange die Blockzeiten verlangsamt wurden.


Disclaimer

Forkpost-Inhalte stellen keine offiziellen Empfehlungen oder Ratschläge zum Erwerb von Finanzprodukten, z.B. von „Memecoins“ oder anderen Kryptowährungen, dar. Die hier enthaltenen Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und sollten nicht als finanzielle Beratung betrachtet werden. Krypto-Investitionen sind mit erheblichen Risiken verbunden, und es wird empfohlen, vor einer Investition eine gründliche Recherche durchzuführen und einen professionellen Finanzberater konsultieren, bevor Sie Investitionsentscheidungen treffen.

Über ForkPost

ForkPost liefert aktuelle Nachrichten, fundierte Analysen und umfassende Einblicke in die Welt der Kryptowährungen und Blockchain-Technologien. Egal, ob du Anfänger oder Profi bist – unsere „Wissen“-Artikel erklären dir verständlich die Grundlagen, während vertiefende Inhalte Trends, Innovationen und regulatorische Entwicklungen beleuchten. Darüber hinaus bieten wir Interviews mit führenden Branchenexperten, Meinungsbeiträge und praxisnahe Tipps für den sicheren Umgang mit digitalen Assets. Wir setzen auf klare, transparente und unabhängige Berichterstattung.