Die US-Kryptoregulierung steht kurz vor dem Kollaps. Berichten zufolge erwägt das Weiße Haus, seine Unterstützung für einen umfassenden Gesetzesentwurf zurückzuziehen. Der Grund? Ein dramatischer, unangekündigter Rückzug der Kryptobörse Coinbase.
Der aktuelle Konflikt zwischen der Administration und dem Tech-Giganten um das White House Coinbase Krypto-Gesetz legt offen, wie tief die Gräben zwischen der Krypto-Industrie und der traditionellen Finanzwelt sind. Die Drohung, den gesamten Entwurf einzustellen, wurde intern als Reaktion auf einen sogenannten „Rug Pull“ – einen schweren Vertrauensbruch – von Coinbase gewertet.
Der Kern des „Rug Pulls“: Warum das Weiße Haus wütend ist
Die Verärgerung in Washington ist immens. Coinbase zog die Unterstützung nur wenige Tage vor einer entscheidenden Abstimmung im Senatsausschuss (Markup) zurück, was die sofortige Verschiebung des Termins erzwang. Dies wurde von offizieller Seite als einseitige Sabotage des Gesetzgebungsprozesses empfunden.
Insider der Administration sollen die Entscheidung von Coinbase als eklatanten Verrat an den gemeinsamen Bemühungen betrachtet haben, endlich klare Regeln für den US-Kryptomarkt zu schaffen. Die Botschaft des Weißen Hauses war klar: Entweder Coinbase kehrt an den Verhandlungstisch zurück und akzeptiert Kompromisse – insbesondere im Hinblick auf Zinsregelungen für Stablecoins –, oder die Administration wird die Unterstützung komplett einstellen. Man machte deutlich, dass dies kein Gesetz sei, das von einem einzelnen CEO diktiert werde.
Der Zinskonflikt: Das Bankwesen gegen Krypto-Yield
Der zentrale Zankapfel, der das White House Coinbase Krypto-Gesetz ins Wanken brachte, ist die Regulierung von Stablecoins und der Zinserträge (Yield), die Plattformen ihren Nutzern zahlen können. Coinbase-CEO Brian Armstrong begründete den Rückzug mit dem Slogan: „Lieber gar kein Gesetz als ein schlechtes Gesetz.“
Bankenlobbyisten drängten erfolgreich darauf, Passagen in den Entwurf aufzunehmen, die es Krypto-Plattformen faktisch verbieten würden, Zinsen auf Stablecoin-Guthaben zu zahlen. Für Coinbase stellt dies einen direkten, wettbewerbsfeindlichen Angriff auf ihr Geschäftsmodell dar. Die Kryptobörse sieht darin einen Versuch der traditionellen Bankenwelt, Konkurrenz im schnell wachsenden digitalen Finanzsektor rigoros zu eliminieren, indem man eine wichtige Einnahmequelle der Krypto-Plattformen trockenlegt.
Zusätzlich kritisierte Coinbase weitreichende Beschränkungen des dezentralen Finanzwesens (DeFi) und potenzielle Ausweitungen des Regierungszugriffs auf Finanzdaten.
Armstrongs Kurskorrektur: Ist die Gefahr gebannt?
Obwohl die anfänglichen Berichte über eine massive Konfrontation die Runde machten, versuchte Brian Armstrong jüngst, die Wogen zu glätten. Er dementierte einen direkten, feindseligen Konflikt mit der Administration und bezeichnete das Weiße Haus als „super konstruktiv“.
Coinbase arbeitet nun aktiv daran, einen Kompromiss mit der Bankenwelt zu finden, der das Gesetz noch retten könnte. Die Situation verdeutlicht jedoch die tiefen Spannungen, die bestehen, wenn Innovation auf etablierte Finanzmacht trifft. Der Gesetzentwurf wird voraussichtlich in wenigen Wochen erneut zur Abstimmung vorgelegt, sofern eine Einigung erzielt wird.
FAQ zum White House Coinbase Krypto-Gesetz
1. Welchen Gesetzesentwurf betrifft der Konflikt?
Es handelt sich um einen umfassenden Krypto-Marktstruktur-Gesetzentwurf, der die Regulierung digitaler Vermögenswerte in den USA klären soll (oft als CLARITY Act oder ähnlich bezeichnet).
2. Warum ist das Weiße Haus wütend auf Coinbase?
Coinbase zog seine Unterstützung abrupt und kurzfristig vor einer entscheidenden Senatsabstimmung zurück, was die Vertagung des Termins erzwang. Die Administration wertete dies als Vertrauensbruch („Rug Pull“).
3. Was ist der zentrale Kritikpunkt von Coinbase am Entwurf?
Der Hauptkonfliktpunkt sind die Stablecoin-Bestimmungen. Die vorgeschlagenen Änderungen würden es Krypto-Plattformen faktisch verbieten, Kunden Zinserträge (Yield) auf Stablecoin-Guthaben zu zahlen, was Coinbase als wettbewerbsfeindlichen Schachzug der Banken betrachtet.
4. Hat das Weiße Haus seine Unterstützung bereits offiziell zurückgezogen?
Nein, die Administration hat die Drohung ausgesprochen, die Unterstützung zurückzuziehen, falls Coinbase nicht an den Verhandlungstisch zurückkehrt, um einen tragfähigen Kompromiss zu erzielen.
5. Wie ist der aktuelle Stand der Verhandlungen?
Coinbase-CEO Brian Armstrong hat die direkten Konfliktdarstellungen inzwischen dementiert und betont, dass man sich in konstruktiven Verhandlungen mit dem Weißen Haus und den Banken befindet, um das Gesetz zu retten.
Fazit: Eine Zerreißprobe für die gesamte Branche
Die Geschichte des White House Coinbase Krypto-Gesetz ist ein Lehrstück über die politischen Machtdynamiken in Washington. Der Konflikt macht deutlich, dass die US-Regulierung von Digital Assets nicht nur technische Details lösen muss, sondern fundamentale wirtschaftspolitische Gräben überwinden muss: Jene zwischen etablierten Finanzakteuren, die ihren Markt schützen wollen, und innovativen Krypto-Unternehmen. Ob ein Kompromiss gefunden werden kann, der sowohl die traditionellen Banken besänftigt als auch Innovationen im Krypto-Sektor zulässt, wird die globale Führungsposition der USA im digitalen Finanzmarkt maßgeblich bestimmen. Die Uhr tickt, und die Krypto-Community wartet gespannt auf die nächste Verhandlungsrunde.
Quellen: financefeeds.com, cryptobriefing.com, tradingview.com, tradingview.com, theblock.co, cryptopolitan.com, cryptopotato.com, coinnews.com, bitcoin.com,
Focus Keyphrase: White House Coinbase Krypto-Gesetz
Meta Description: Die Unterstützung für das US-Krypto-Gesetz steht auf der Kippe. Erfahren Sie, warum der Streit um Zinsen für Stablecoins zwischen Coinbase und dem White House die gesamte Regulierung lahmlegt.


