Die Geschichte von Zhimin Qian ist ein mahnendes Beispiel für die Abgründe des digitalen Finanzmarktes. Unter dem glamourösen Pseudonym „Göttin des Reichtums“ (Goddess of Wealth) orchestrierte die chinesische Staatsbürgerin einen der größten Ponzi-Betrüge, die jemals in Asien aufgedeckt wurden. Jetzt, nach sieben Jahren auf der Flucht und einem komplexen Ermittlungsmarathon, wurde Qian in Großbritannien zu fast zwölf Jahren Haft verurteilt. Im Zentrum des Geschehens stand ein beispielloser Schaden von 7,2 Milliarden US-Dollar und die größte Krypto-Beschlagnahmung in der Geschichte des Vereinigten Königreichs, die den gigantischen Goddess of Wealth Krypto-Betrug schließlich beendete. ## Das Versprechen der astronomischen Renditen
Zwischen 2014 und 2017 betrieb Zhimin Qian (auch bekannt als Yadi Zhang) in China das Investmentunternehmen Lantian Gerui (Blue Sky). Ihre Masche war klassisch, aber hochwirksam: Sie versprach Investoren, von denen viele ältere Menschen waren, außerordentliche Renditen von bis zu 300 Prozent. Solche Traumrenditen – fernab jeder Marktlogik – lockten über 128.000 Opfer an, die ihre Ersparnisse in das System steckten.
Wie bei jedem Schneeballsystem wurden die frühen Investoren mit dem Geld der späteren Opfer bezahlt. Doch das System kollabierte, als Qian 2017 mit den einkassierten Geldern verschwand. Um die Gelder dem Zugriff der chinesischen Behörden zu entziehen, wandelte sie große Teile des Vermögens in die damals noch relativ unregulierbare Kryptowährung Bitcoin um.
Die Flucht, das Luxusleben und die digitale Spur
Nachdem die Ermittlungen in China anliefen, floh Qian mit gefälschten Dokumenten nach Großbritannien. Dort führte sie in teuren Londoner Anwesen ein luxuriöses Leben, während sie versuchte, die kriminell erworbenen Mittel zu waschen. Die Flucht und das Versteckspiel hielten sieben Jahre an und machten den Fall zu einem der komplexesten Geldwäschedelikte, mit denen die London Metropolitan Police je konfrontiert war.
Der entscheidende Durchbruch gelang den Ermittlern 2024. Sie verfolgten die Aktivitäten einer Bitcoin-Wallet, die nach langer Inaktivität plötzlich wieder Bewegungen zeigte. Diese digitale Spur führte direkt zur Verhaftung von Zhimin Qian in York.
Die Fähigkeit, die digitale Währung zur Verschleierung zu nutzen, zeigte zunächst die Schwachstelle des Systems auf. Ironischerweise war es aber genau die Blockchain-Technologie – unbestechlich in ihrer Transaktionshistorie – die letztendlich zur Überführung des Goddess of Wealth Krypto-Betrugs beitrug.
Weltrekord bei der Beschlagnahmung
Im Zuge der Ermittlungen sicherten die britischen Behörden einen spektakulären Schatz: 61.000 Bitcoin. Zum Zeitpunkt der Sicherstellung belief sich der Wert dieses Vermögens auf über 6,6 Milliarden US-Dollar. Dies stellt nicht nur die größte Krypto-Beschlagnahmung in der Geschichte Großbritanniens dar, sondern zählt auch weltweit zu den Spitzenreitern.
Im September 2025 bekannte sich Zhimin Qian der Beschaffung und des Besitzes kriminellen Eigentums schuldig. Im November 2025 verurteilte sie ein britisches Gericht zu einer Haftstrafe von 11 Jahren und acht Monaten. Aktuell laufen Verfahren zur Rückgabe der beschlagnahmten 61.000 Bitcoin an die mehr als hunderttausend betrogenen Investoren in China.
FAQ zum Goddess of Wealth Krypto-Betrug
1. Wer ist die „Goddess of Wealth“?
Die „Goddess of Wealth“ ist der Spitzname von Zhimin Qian (auch bekannt als Yadi Zhang), der Drahtzieherin eines massiven chinesischen Ponzi-Schemas, das zwischen 2014 und 2017 operierte.
2. Wie hoch war der Schaden, den Zhimin Qian verursachte?
Der geschätzte Schaden durch den Betrug beläuft sich auf bis zu 7,2 Milliarden US-Dollar. Über 128.000 Opfer verloren dabei ihre Ersparnisse.
3. Warum spielte Bitcoin eine Rolle in diesem Fall?
Qian wandelte große Teile des gestohlenen Geldes in Bitcoin um, um es zu waschen und der Verfolgung durch die chinesischen Behörden zu entziehen.
4. Wie gelang den Behörden die Verhaftung nach sieben Jahren Flucht?
Die britische Polizei konnte Zhimin Qian 2024 festnehmen, nachdem Ermittler die Transaktionen einer lange inaktiven Bitcoin-Wallet verfolgt hatten, die ihren Standort verriet.
5. Konnten die Opfer ihr Geld zurückbekommen?
Die britischen Behörden beschlagnahmten 61.000 Bitcoin. Es laufen derzeit aufwendige Gerichtsverfahren, um diese beschlagnahmten Vermögenswerte an die betrogenen Investoren zurückzugeben.
Fazit
Der Fall der „Goddess of Wealth“ Zhimin Qian ist ein erschütterndes Lehrstück über Gier und Vertrauen. Er zeigt, wie digitale Währungen zwar neue Wege der Kriminalität ermöglichen, die Blockchain-Technologie durch ihre Transparenz aber gleichzeitig zur mächtigsten Waffe der Strafverfolger werden kann. Die Verurteilung Qians sendet ein starkes Signal, dass selbst die komplexesten internationalen Finanzverbrechen und Geldwäscheoperationen im digitalen Zeitalter nicht ungesühnt bleiben. Die Rückgabe der beispiellosen 6,6 Milliarden US-Dollar in Bitcoin an die Geschädigten wäre ein historischer Schritt und ein später, aber wichtiger Trost für Tausende von Opfern dieses Goddess of Wealth Krypto-Betrugs.
Quellen: livebitcoinnews.com, straitstimes.com, gdnonline.com, newswire.lk, youtube.com, nzherald.co.nz,
Focus Keyphrase: Goddess of Wealth Krypto-Betrug
Meta Description: Die chinesische Betrügerin Zhimin Qian, bekannt als die „Goddess of Wealth“, wurde wegen eines 7,2 Milliarden Dollar schweren Ponzi-Systems verurteilt. Erfahren Sie, wie dieser gigantische Goddess of Wealth Krypto-Betrug Tausende von Opfern forderte und zur größten Krypto-Beschlagnahmung Großbritanniens führte.


