Bitcoin Spaltung BIP-110: Ein gescheiterter Anti-Spam-Aufstand spaltet das Netzwerk

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Am 8. August 2026 erlebte die Krypto-Welt ein historisches Lehrstück in Sachen Netzwerkkonsens: Die Bitcoin Spaltung BIP-110 führte zur Abspaltung einer radikalen Minderheitenkette. Bei Block 961.632 trennten sich die Wege der Befürworter einer strengen Datenbegrenzung vom Hauptnetzwerk. Doch was als mutiger Versuch begann, die Blockchain von vermeintlichem Datenmüll zu säubern, endete in einer technischen Sackgasse mit lediglich 0,15 % der gesamten Hashpower.

Was steckt hinter der Initiative BIP-110?

Die Soft Fork BIP-110, auch als Reduced Data Temporary Softfork (RDTS) oder BIP-444 bekannt, wollte für etwa ein Jahr die Menge an nicht-finanziellen Daten drastisch begrenzen. Im Visier der Befürworter – die vorwiegend alternative Client-Software wie Bitcoin Knots nutzten – standen vor allem Ordinal-Inschriften, BRC-20-Token, Runes sowie übergroße OP_RETURN-Datenpakete. Ziel war es, den Blockspeicher wieder primär für klassische Finanztransaktionen zu reservieren.

Das Drama bei Block 961.632: Die Mathematik schlägt zurück

Als der Split bei Block 961.632 vollzogen wurde, offenbarte sich rasch die ökonomische Realität. Die Minderheitenkette erbte die extrem hohe Mining-Schwierigkeit des ursprünglichen Netzwerks. Da jedoch gut 99,85 % der Hashpower auf der Hauptkette verblieben, konnte die BIP-110-Kette nach der Abspaltung gerade einmal zwei Blöcke schürfen.

Ohne nennenswerte minerseitige Unterstützung hinkt die abgespaltene Kette dem Hauptnetzwerk rasch um über 80 Blöcke hinterher. Rechnerisch würde es bei der aktuellen Rechenleistung rund 25 Jahre dauern, bis die BIP-110-Kette ihren ersten Schwierigkeitsanpassungspunkt erreicht. Ein geregelter Transaktionsbetrieb ist unter diesen Bedingungen schlicht unmöglich.

UASF am Limit: Machtkampf zwischen Knoten und Minern

Das Scheitern verdeutlicht die Grenzen einer User-Activated Soft Fork (UASF). Obwohl Verfechter argumentierten, dass Knotenbetreiber die Regeln diktieren können, zeigte die Bitcoin Spaltung BIP-110 eindrucksvoll, dass ökonomische Anreize für Miner unverzichtbar bleiben. Ohne finanzielle Tragfähigkeit bleibt selbst die engagierteste Initiative eine digitale Insel.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Was war das Hauptziel der Soft Fork BIP-110?

BIP-110 sollte nicht-finanzielle Daten wie Ordinals und BRC-20-Token zeitweise blockieren, um Transaktionsgebühren zu senken und Speicherplatz zu sparen.

2. Warum geriet die BIP-110-Kette so schnell ins Stocken?

Sie übernahm die hohe Mining-Schwierigkeit des Hauptnetzwerks, verfügte aber nur über 0,15 % der Hashpower. Dadurch dauert die Blockfindung extrem lange.

3. Waren Bitcoin-Guthaben auf der Hauptkette durch die Bitcoin Spaltung BIP-110 gefährdet?

Nein, das Bitcoin-Hauptnetzwerk lief mit 99,85 % der Rechenleistung vollkommen ungestört und sicher weiter.

4. Was bedeutet dieses Ereignis für Ordinals und Runes?

Da die Hauptkette unverändert fortgeführt wird, können Ordinals und Runes weiterhin wie gewohnt genutzt werden.

5. Kann die abgespaltene BIP-110-Kette noch überleben?

Ohne einen manuellen Eingriff zur Senkung der Mining-Schwierigkeit (Hard Fork) gilt die Kette als praktisch handlungsunfähig.

Fazit: Eine nachhaltige Lektion für die Bitcoin-Governance

Die Ereignisse rund um die Bitcoin Spaltung BIP-110 zeigen eindrucksvoll die Widerstandsfähigkeit des Bitcoin-Hauptnetzwerks. Der Versuch, das Protokoll ohne breite ökonomische Mehrheit umzugestalten, ist vorerst gescheitert. Für die Community bleibt die Erkenntnis: Echter Konsens lässt sich nicht erzwingen, sondern erfordert das Zusammenspiel von Minern, Entwicklern und Nutzern.

Quellen: simplemining.io, primexbt.com, airdropalert.com, newscord.org, kucoin.com, captainaltcoin.com, incrypted.com, bip110.org, ababnews.com, lopp.net,

Focus Keyphrase: Bitcoin Spaltung BIP-110

Meta Description: Die Bitcoin Spaltung BIP-110 führt zu einer isolierten Minderheitenkette. Erfahren Sie, warum die Anti-Spam-Initiative an der Hashpower scheiterte.


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